5. August 2017

Wenn online Grenzen überschritten werden und ich auf den Mist keine Lust mehr habe

Ich hatte gehofft, dass ich mit dem Neustart meines Blogs und Kanals, mit meinem neuen Auftritt als grün grün, nicht erneut Probleme damit haben würde, dass mich wildfremde Männer privat kontaktieren. Sie mir Geschenke machen wollen, sie zum Teil Angebote machen, die weit unter die Gürtellinie gehen, sie nicht verstehen, wenn ich deutlich "Nein" sage. 

Dies war einer der Gründe, warum ich meine vorherigen Online-Auftritte gelöscht habe, ich wollte mich nicht mehr regelmäßig damit rumschlagen müssen. Ich hatte die Hoffnung, dass dieses Mal alles anders sein würde, dass das Verbergen meines Gesichts einen Unterschied machen würde, dass die fehlende Kommentarfunktion und meine Erklärung dazu ausreichen würden. Und ja, solche Kontaktausnahmen sind seltener geworden, sie kommen aber leider immer noch vor. 

Schon seit mehreren Monaten habe ich wieder mit dem gleichen Mist zu tun. Man kontaktiert mich, ich lehne freundlich, aber bestimmt ab, drei Wochen später schreibt der gleiche Kerl noch einmal und hört auch nach einer zweiten, weitaus deutlicheren Antwort meinerseits, nicht auf. Kontaktaufnahmen auf anderen Plattformen folgen, Geschenke werden angeboten, ich blockiere was geht, bin im Endeffekt aber machtlos. Die Impressumspflicht macht es solchen Menschen leider allzu leicht Kontakt aufzunehmen. 

Ein anderer hätte gerne mehr Bilder von meinen kurzen Haare, denn sowas findet er sexy. Und ein dritter will Bilder von meinen Füßen, denn darauf steht er. 

Und in mir wächst erneut dieses unangenehme Gefühl, wird immer stärker und trübt meine Freude am Bloggen, am Teilen von Dingen, die mich bewegen, von Sachen aus meinem Leben. 

Erneut muss ich mich mit der Frage auseinandersetzen, ob es das wert ist. Will ich das als unangenehmen Nebeneffekt für mein Hobby akzeptieren? Oder nicht? Was sind meine Möglichkeiten, wo bin ich machtlos? Gebe ich immer noch zu viel von mir preis, macht weniger Sinn?

Ich hasse dieses ungute Gefühl im Magen, dieses Unwohlsein, wollte genau das nicht mehr erleben und fühlen. Manch andere können damit vielleicht entspannter umgehen, ich kann und will das nicht. 

Sollte es mit den Belästigungen, genau als solche empfinde ich die andauernden und unerwünschten Kontaktaufnahmen, so weitergehen, werde ich für mich und meine Welt online Konsequenzen ziehen müssen. Denn im Endeffekt geht es um meinen Seelenfrieden, mein Gefühl von Sicherheit und für beides muss/will ich tun, was möglich ist. 

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